Liederbüchle und Notenhefte im Angebot
Wenn am kommenden Sonntag, 5. September der 14. Volksmusiktag Baden-Württemberg im Freilichtmuseum stattfindet und sich fast 30 Volksmusikgruppen aus dem ganzen Land im Museumsdorf einfinden, dann kommen sicherlich auch wieder mehrere Tausend Freunde der traditionellen Volksmusik ins Freilichtmuseum.
Wer sich dann für die dabei gesungenen und gespielten alten Lieder interessiert, der findet im “Museumslädele” im Kaufhaus Pfeiffer ein größere Auswahl an Liederbüchle und Notenhefte, die sicherlich auch bei anderer Gelegenheit beim Spielen oder Singen von Nutzen sind … Vieles kann man getrost auch “freihändig” mitsingen …
Ganz neu erschienen ist zum “Volksmusiktag” ein Notenheft “Tanzbodenmusik für Steirische Harmonika”. Darin finden Sie 20 Tanzbodenweisen nach alten Handschriften.
Von Onkel Franz zu Tante Emma
Einen Vortragsabend zur Geschichte des “Kaufhaus Pfeiffer” bietet das Museumsteam des Freilichtmuseums am Donnerstag, 26. August ab 20 Uhr in der Museumsgaststätte “Ochsen”.
Franz Pfeiffer führte den Laden über 42 Jahre lang fast unverändert bis den historischen Laden, so wie er jetzt im Freilichtmuseum zu besichtigen ist. Dieser war weit mehr als ein normaler “Tante-Emma-Laden”…
Der Eintrittt beträgt 4,- EUR. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Sonderführung durchs Kaufhaus
Am Donnerstag, 5. August gibt es ab 18 Uhr im Rahmen des Sommerprogramms eine Sonderführung durch das Kaufhaus Pfeiffer. Christof Heppeler, Kulturwissenschaftler im Freilichtmuseum, nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine spannende Zeitreise und einen besonderen “Kaufhaus-Bummel”.
Treffpunkt um 17.45 Uhr an der Museumskasse. Es gilt der Museumseintritt (keine zusätzliche Gebühr).
Eine Anmeldung ist erwünscht.
Infos und Anmeldung beim Info-Service des Freilichtmuseums: Tel. +49(0)7461-926 3205.
per Mail: info@freilichtmuseum-neuhausen.de
Mehr zum Kaufhaus Pfeiffer auch auf der Website des Freilichtmuseums
Das “Museumslädele” ist gerüstet
Nicht nur für den Fuhrmannstag jetzt am Sonntag, den 11. Juli 2010, sondern überhaupt für den anstehenden heißen Sommer, sind die Regale des “Museumslädeles” im Historischen Kaufhaus Pfeiffer prall gefüllt.
Der bisherige Verkaufsschlager im Museumslädele war übrigens das berühmte “Himbeer-Gutzle” aus dem großen Glas. Offensichtlich verbinden jene, die solche “Lädele” noch aus der Erinnerung kennen, ein besonderes Kauf- und Genusserlebnis mit diesen “Gutzle”. – Und warum sie auch heute noch bei Kindern so beliebt sind, bedarf wohl keiner besonderen Erläuterung.
Das Sortiment ist übrigens wesentlich größer …
Eis zum Fuhrmannstag
Am Sonntag verheißt nicht nur die Wettervorhersage eine heiße Veranstaltung, auch die Teilnehmerliste lässt einen heißen Fuhrmannstag im Freilichtmuseum erwarten. Die Fuhrmänner und Fuhrfrauen versprechen wieder spannende Wettkämpfe und außergewöhnliche Vorführungen mit ihren mächtigen Kaltblütern.
Im “Museumslädele” im Kaufhaus Pfeiffer gibt es Eis für die heißen Tage oder auch kühle Getränke zum Abkühlen und irgendwo findet sich zwischendurch im Freilichtmuseum immer ein schattiges Plätzchen …
Mit Blumen geschmückt – Kaufhaus im “Sommerlook”
Im “Sommerlook” und mit herrlichem Blumenschmuck präsentiert sich das Kaufhaus Pfeiffer am Eingang des Dorfplatzes. Ein drei Viertel Jahr nach der Wiedereröffnung im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck (20. September 2009) zieht es immer noch viele interessierte Besucher aus nah und fern an.
Mohnblüte ums Kaufhaus
Ein wunderschöner Anblick bietet sich derzeit den Museumsbesuchern ums Kaufhaus Pfeiffer: Der Klatschmohn steht in voller Blüte. Seine roten Blüten bereichern in diesen Tagen das Gelände ums Kaufhaus Pfeiffer als wahre Farbtupfer. Für jeden Besucher eine richtige Augenweide! Besonders in den Vormittagsstunden bietet der leuchtende Klatschmohn im Gegenlicht der Morgensonne jedem ein optisch eindrucksvolles Naturerlebnis!
Theaterstück zum Kaufhaus
Das “Kaufhaus Pfeiffer” wird im nächsten Jahr im Mittelpunkt eines großen Freilichttheaters in Stetten am kalten Markt stehen. Seit Jahren führt das Theater Lindenhof (Melchingen) gemeinsam mit der Gemeinde Stetten am kalten Markt und Stettener Bürgern im Abstand von mehreren Jahren ein großes Freilichttheater vor Rathaus der Heuberggemeinde auf mit Szenen aus der Geschichte Stettens. Nun wird sich die Geschichte im Jahr 2011 um das “Kaufhaus Pfeiffer” und seine Bewohner drehen. Franz Xaver Ott vom “Lindenhof” wird das Stück schreiben und mit Dutzenden von Laienschauspielern umsetzen. Ob das Stück dann im Rahmen des Sommerprogramms auch im Freilichtmuseum zu sehen sein wird, ist noch offen.
Schutz durch Glas!
Seit kurzem werden die unzähligen, historisch kostbaren Verkaufsartikel im historischen Laden des Kaufhauses Pfeiffer durch eine ca. 1,50 m hohe Verglasung vor unberechtigten Zugriffen von Besuchern geschützt. Diese Maßnahme war aus konservatorischer Sicht dringend notwendig, weil manche Besucher die ausgestellten Gegenstände lieber mit den “Händen anschauen” als nur mit den Augen. Mit diesem Schutz hat das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck einen wichtigen Schritt zur Bewahrung des kulturhistorisch wertvollen Inventars des Kaufhauses Pfeiffer getan.
Für die Besucher bleibt jedoch noch genügend Platz zur Besichtigung des alten Kaufladens!
“Ross-Kultur” und Kaufhaus Pfeiffer
Was verbindet die aktuelle Saisonausstellung “Ross-Kultur” und das Kaufhaus Pfeiffer – von der räumlichen Nachbarschaft am Dorfplatz im Freilichtmuseum einmal abgesehen?
Auf den ersten Blick scheint es keine inhaltlichte Verbindungslinie geben, die in der Lage wäre, die Waren-, die Haus- oder die Bewohnergeschichte des Kaufhauses Pfeiffer mit der Pferdekultur zusammenzubringen. In der Tat muss sich erst ein Gedanke an den nächsten reihen, bis die endgültige Linie gefunden ist. Auf dem Hintergrund dieser Herleitung jedoch wird sich das Kaufhaus Pfeiffer im Kontext der Pferdekultur als durchaus symptomatisch zeigen.
Der Ausgangsgedanke liest sich so: Der große Einfluss der amerikanischen auf die europäische Kultur schlägt sich auch in der Pferdekultur nieder. Die Bilder, die sich Menschen heute von Pferden und Reitern machen, sind nicht nur gespeist von den eigenen Erfahrungen oder dem Bewußtsein für die eigene Geschichte. Vielmehr spielen sich Mythen und Images in die Vorstellung, die allein über Medien wie Film, Fernsehen oder Werbung vermittelt werden.
Dazu zählt fraglos der nordamerikanische “Cowboy”. Dieser erlebte zwar seine Blütezeit in der recht kurzen Zeitspanne von 1860 – 1885, verkörpert aber einen der großen Mythen Amerikas. Sein Aussehen, das heute allgemein geläufig ist, verdankt er dem berühmten Buffalo Bill, der den Cowboy für seine Wild West Show im Erscheinungsbild Ende des 19. Jahrhunderts normierte und popularisierte. Neben den unverkennbaren Hut, das Halstuch und den Revolver traten lederne Reithosen, spitze Reitstiefel, Sporen … und nicht zuletzt ein Pferd.
Ab den 1930er-Jahren blühte das Cowboy-Image als Modeerscheinung auf. Über Filme und Bücher, aber auch über Fernsehserien wie “Fury” drangen die amerikanischen Bilder vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch in europäische Kinderzimmer. Gerade für die Sozialisation männlicher Jugendlicher spielte der amerikanische Reiter eine gewichtige Rolle.
An Fastnacht nun bot sich für Buben die Möglichkeit, in die Rolle eines Idols zuschlüpfen und sich als amerikanischen Helden – genauer natürlich: als zum Mythos inszenierten Filmhelden – auszustaffieren. An diesem Punkt nun setzte das Kaufhaus Pfeiffer an. Als “Fachgeschäft” für fastnächtliche Verkleidungen führte das Kaufhaus ohne Frage auch sämtliche Cowboy-Ware – Hüte, Kleidung, Handfeuerwaffen samt der ungefährlichen, aber lärmintensiven Munition.
So ließen sich im immensen Warensortiment des Kaufhauses leicht Objekte finden, die klar ins Themenfeld der Ausstellung “Ross-Kultur” gehören.
Damit schließt die abgebildete Vitrine im Eröffnungsraum der Ausstellung (im Haus Biehle am Dorfplatz) die komplexe Gedankenreihe.
Sowohl das Kaufhaus Pfeiffer als auch die Ausstellung “Ross-Kultur. Geschichten vom Pferd” sind zu den Museumsöffnugnszeiten für die Besucher zugänglich, so dass sich jeder “Cowboy” von der Richtigkeit der Ausführungen überzeugen kann …







