Freilichtmuseum Neuhausen

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Kohle, Kohle, nichts als Kohle …

Mittlerweile hat es sich ausgeraucht – der Kohlenmeiler im “Schwarzwälder Tal” im Freilichtmuseum ist abgebrannt.

“Abgebrannt” ist freilich der völlig falsche Ausdruck, denn “abbrennen” bedeutet für einen Kohlenmeiler eine Großkatastrophe. Die große Kunst des Köhlers besteht ja genau darin, die richtige Glut im Bauch des Meilers am Leben zu erhalten, ohne dass ein Feuer ausbricht. Denn: das Produkt des Feuers ist Asche – und eben nicht Holzkohle.

Wie der Köhler Thomas Faißt dabei im Freilichtmuseum vorgegangen ist, welche Fortschritte der Meiler machte, wie rußig sich die Arbeit des Ausziehens des Meilers gestaltet, das alles findet sich nun in den Galerien der Web-Seiten des Freilichtmuseums in eindrucksvollen Fotos dokumentiert.

Mundschutz anlegenhier geht’s lang …

Übrigens: die Holzkohle ist an der Museumskasse erhältlich.

Inventur im Kaufhaus Pfeiffer

Im Historischen Kaufhaus Pfeiffer liegen die laufenden Geschäfte still. Sie sind, wenn man so will, museal eingefroren. In einem modernen Museumsladen - “Shop” heißt es wohl neudeutsch, im Neuhauser Freilichtmuseum spricht man (Weiterlesen …)

Saisonende im Kaufhaus Pfeiffer

Mit dem Freilichtmuseum zusammen hat seit Sonntag, dem 31. Oktober 2010, natürlich auch das Historische Kaufhaus Pfeiffer seine Pforten geschlossen. In der ersten Saison, in der das Kaufhaus Pfeiffer nun durchgängig im Freilichtmuseum zu sehen war, hat es sich (Weiterlesen …)

Keine Kirbe ohne Kaufhaus …

Wenn auch “Museumskirbe” – neben Musik, Tanz, Karusell, Riesenrad (!), handwerklichen Vorführungen … – wie in jedem Jahr vor allem “historischer Bauernmarkt” bedeutet: Das Kaufhaus Pfeiffer mitsamt dem Museumslädele ist geöffnet!

Das mag auf den ersten Blick nach massiver Konkurrenz aussehen, doch ist es ja bekanntlich eben diese, die das Geschäft belebt. Dies gilt für das Historische Kaufhaus Pfeiffer (Weiterlesen …)

Zu Füßen des Kaufhauses

Das Kaufhaus Pfeiffer machte in seinem ersten Jahr als Museumsgebäude vor allem durch seine Inhalte von sich reden. Das Gebäude selbst, sieht man von den schönen Schaufenstern ab, nimmt sich im Museumskontext dagegen durchschnittlich aus.

Dabei darf nicht übersehen werden, wie sehr (Weiterlesen …)

Das “Museumslädele” ist gerüstet

Nicht nur für den Fuhrmannstag jetzt am Sonntag, den 11. Juli 2010, sondern überhaupt für den anstehenden heißen Sommer, sind die Regale des “Museumslädeles” im Historischen Kaufhaus Pfeiffer prall gefüllt.

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Der bisherige Verkaufsschlager im Museumslädele war übrigens das berühmte “Himbeer-Gutzle” aus dem großen Glas.  Offensichtlich verbinden jene, die solche “Lädele” noch aus der Erinnerung kennen, ein besonderes Kauf- und Genusserlebnis mit diesen “Gutzle”. – Und warum sie auch heute noch bei Kindern so beliebt sind, bedarf wohl keiner besonderen Erläuterung.

Das Sortiment ist übrigens wesentlich größer …

“Ross-Kultur” und Kaufhaus Pfeiffer

Was verbindet die aktuelle Saisonausstellung “Ross-Kultur” und das Kaufhaus Pfeiffer – von der räumlichen Nachbarschaft am Dorfplatz im Freilichtmuseum einmal abgesehen?

Auf den ersten Blick scheint es keine inhaltlichte Verbindungslinie geben, die in der Lage wäre, die Waren-, die Haus- oder die Bewohnergeschichte des Kaufhauses Pfeiffer mit der Pferdekultur zusammenzubringen. In der Tat muss sich erst ein Gedanke an den nächsten reihen, bis die endgültige Linie gefunden ist. Auf dem Hintergrund dieser Herleitung jedoch wird sich das Kaufhaus Pfeiffer im Kontext der Pferdekultur als durchaus symptomatisch zeigen.

Der Ausgangsgedanke liest sich so: Der große Einfluss der amerikanischen auf die europäische Kultur schlägt sich auch in der Pferdekultur nieder. Die Bilder, die sich Menschen heute von Pferden und Reitern machen, sind nicht nur gespeist von den eigenen Erfahrungen oder dem Bewußtsein für die eigene Geschichte. Vielmehr spielen sich Mythen und Images in die Vorstellung, die allein über Medien wie Film, Fernsehen oder Werbung vermittelt werden.

Dazu zählt fraglos der nordamerikanische “Cowboy”. Dieser erlebte zwar seine Blütezeit in der recht kurzen Zeitspanne von 1860 – 1885, verkörpert aber einen der großen Mythen Amerikas. Sein Aussehen, das heute allgemein geläufig ist, verdankt er dem berühmten Buffalo Bill, der den Cowboy für seine Wild West Show im Erscheinungsbild Ende des 19. Jahrhunderts normierte und popularisierte. Neben den unverkennbaren Hut, das Halstuch und den Revolver traten lederne Reithosen, spitze Reitstiefel, Sporen … und nicht zuletzt ein Pferd.

Ab den 1930er-Jahren blühte das Cowboy-Image als Modeerscheinung auf. Über Filme und Bücher, aber auch über Fernsehserien wie “Fury” drangen die amerikanischen Bilder vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch in europäische Kinderzimmer.  Gerade für die Sozialisation männlicher Jugendlicher spielte der amerikanische Reiter eine gewichtige Rolle.

An Fastnacht nun bot sich für Buben die Möglichkeit, in die Rolle eines Idols zuschlüpfen und sich als amerikanischen Helden – genauer natürlich: als  zum Mythos inszenierten Filmhelden – auszustaffieren. An diesem Punkt nun setzte das Kaufhaus Pfeiffer an. Als “Fachgeschäft” für fastnächtliche Verkleidungen führte das Kaufhaus ohne Frage auch sämtliche Cowboy-Ware – Hüte, Kleidung, Handfeuerwaffen samt der ungefährlichen, aber lärmintensiven Munition.

So ließen sich im immensen Warensortiment des Kaufhauses leicht Objekte finden, die klar ins Themenfeld der Ausstellung “Ross-Kultur” gehören.

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Damit schließt die abgebildete Vitrine im Eröffnungsraum der Ausstellung (im Haus Biehle am Dorfplatz) die komplexe Gedankenreihe.

Sowohl das Kaufhaus Pfeiffer als auch die Ausstellung “Ross-Kultur. Geschichten vom Pferd” sind zu den Museumsöffnugnszeiten für die Besucher zugänglich, so dass sich jeder “Cowboy” von der Richtigkeit der Ausführungen überzeugen kann …

So schaut’s aus …

… zumindest im Moment.

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Das Museum liegt noch unter einer geschlossenen Schneedecke, wen wundert’s, es ist Winter. Die für das Weihnachtsfest postulierte Stille, sie umgibt den Dorfplatz und das Kaufhaus momentan sehr angenehm.

Auf den Tag genau vor einem Jahr (vom Fotodatum 20. Januar ausgehend) sah es da noch etwas anders aus. Da herrschte bei ähnlicher Witterung reges Treiben. Die nachstehenden Fotos zur Erinnerung.

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Was machen die denn im Winter?

So buchstabiert sich die berühmte und oft wiederkehrende Frage, die sich Besucher von Freilichtmuseen spätestens zum Beginn der Winterpause der entsprechenden Häuser stellen; und der eine oder andere angesprochene Museumsmitarbeiter ließ sich unter der Massivkonfrontation mit der Frage schon zu Nonsens-Antworten hinreißen, etwa zu dem Hinweis auf bärenbauähnliche Massenlager, die in einem verborgenen Museumswinkel einem belegschaftsübergreifenden Winterschlaf Raum bieten.

Eines aber ist klar: Wer im Museum schläft, der sündigt. Denn die Zeit verstreicht und hinterlässt Spuren, und sind dies Spuren des Verfalls, ist es aus Museumssicht zu spät.

Das gilt auch für ganz neue und frisch eingerichtete Objekte wie das Kaufhaus Pfeiffer. Und was vordergründig schön anzusehen ist und auch geschlossen und authentisch durchstrukturiert ist, offenbart beim Blick durch die Lupe Problemzonen. Das kann dann etwa folgendermaßen aussehen:

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Auf einen Blick:

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Was also machen die denn im Winter? Jetzt springt es ins Auge

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Und so nimmt denn auch der Adventskalender für das Neue Kaufhaus-Pfeiffer-Jahr Gestalt an.

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So gesehen ergeben sich elf neue Türchen und Fensterchen, die für die neue Saison im Kaufhaus Pfeiffer zu öffnen sind.

Elf, und dann ist noch lange nicht Weihnachten …

Kaufhaus Pfeiffer winterfest

Wie alle Gebäude im Freilichtmuseum muss auch des Kaufhaus Pfeiffer winterfest gemacht werden.

Das bedeutet, alle Gegenstände, die in irgendeiner Weise durch Klima oder Schädlinge Schaden nehmen könnten, müssen unter Bedingungen eingelagert werden, die den Erhalt gewährleisten. Die Mitarbeiter des Freilichtmuseums sind da besonders gefordert, gilt es doch Stück für Stück aus dem Originalgebäude zu entnehmen und ins Winterdepot zu überführen;  dabei muss aber höchste Sorgfalt walten, damit alle Gegenstände den Umzug wohlbehalten überstehen und so natürlich auch um Frühling wieder an exakt den originalen Platz im Kaufhaus zurückfinden.

Erst wenn das Gebäude wirklich “leer steht”, darf es in den wohl verdienten, ersten Winterschlaf im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck eintreten. Vorher herrscht trotz Kälte und früher Dunkelheit noch emsige Geschäftigkeit im und um das  Gebäude.

Die Fotografien zeigen die Museumsmanschaft beim Auszug aus dem Kaufhaus Pfeiffer.