Archiv der ‘Das Kaufhaus’ Kategorie
Von Onkel Franz zu Tante Emma
Einen Vortragsabend zur Geschichte des “Kaufhaus Pfeiffer” bietet das Museumsteam des Freilichtmuseums am Donnerstag, 26. August ab 20 Uhr in der Museumsgaststätte “Ochsen”.
Franz Pfeiffer führte den Laden über 42 Jahre lang fast unverändert bis den historischen Laden, so wie er jetzt im Freilichtmuseum zu besichtigen ist. Dieser war weit mehr als ein normaler “Tante-Emma-Laden”…
Der Eintrittt beträgt 4,- EUR. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Das “Museumslädele” ist gerüstet
Nicht nur für den Fuhrmannstag jetzt am Sonntag, den 11. Juli 2010, sondern überhaupt für den anstehenden heißen Sommer, sind die Regale des “Museumslädeles” im Historischen Kaufhaus Pfeiffer prall gefüllt.
Der bisherige Verkaufsschlager im Museumslädele war übrigens das berühmte “Himbeer-Gutzle” aus dem großen Glas. Offensichtlich verbinden jene, die solche “Lädele” noch aus der Erinnerung kennen, ein besonderes Kauf- und Genusserlebnis mit diesen “Gutzle”. – Und warum sie auch heute noch bei Kindern so beliebt sind, bedarf wohl keiner besonderen Erläuterung.
Das Sortiment ist übrigens wesentlich größer …
Mit Blumen geschmückt – Kaufhaus im “Sommerlook”
Im “Sommerlook” und mit herrlichem Blumenschmuck präsentiert sich das Kaufhaus Pfeiffer am Eingang des Dorfplatzes. Ein drei Viertel Jahr nach der Wiedereröffnung im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck (20. September 2009) zieht es immer noch viele interessierte Besucher aus nah und fern an.
Mohnblüte ums Kaufhaus
Ein wunderschöner Anblick bietet sich derzeit den Museumsbesuchern ums Kaufhaus Pfeiffer: Der Klatschmohn steht in voller Blüte. Seine roten Blüten bereichern in diesen Tagen das Gelände ums Kaufhaus Pfeiffer als wahre Farbtupfer. Für jeden Besucher eine richtige Augenweide! Besonders in den Vormittagsstunden bietet der leuchtende Klatschmohn im Gegenlicht der Morgensonne jedem ein optisch eindrucksvolles Naturerlebnis!
Schutz durch Glas!
Seit kurzem werden die unzähligen, historisch kostbaren Verkaufsartikel im historischen Laden des Kaufhauses Pfeiffer durch eine ca. 1,50 m hohe Verglasung vor unberechtigten Zugriffen von Besuchern geschützt. Diese Maßnahme war aus konservatorischer Sicht dringend notwendig, weil manche Besucher die ausgestellten Gegenstände lieber mit den “Händen anschauen” als nur mit den Augen. Mit diesem Schutz hat das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck einen wichtigen Schritt zur Bewahrung des kulturhistorisch wertvollen Inventars des Kaufhauses Pfeiffer getan.
Für die Besucher bleibt jedoch noch genügend Platz zur Besichtigung des alten Kaufladens!
“Ross-Kultur” und Kaufhaus Pfeiffer
Was verbindet die aktuelle Saisonausstellung “Ross-Kultur” und das Kaufhaus Pfeiffer – von der räumlichen Nachbarschaft am Dorfplatz im Freilichtmuseum einmal abgesehen?
Auf den ersten Blick scheint es keine inhaltlichte Verbindungslinie geben, die in der Lage wäre, die Waren-, die Haus- oder die Bewohnergeschichte des Kaufhauses Pfeiffer mit der Pferdekultur zusammenzubringen. In der Tat muss sich erst ein Gedanke an den nächsten reihen, bis die endgültige Linie gefunden ist. Auf dem Hintergrund dieser Herleitung jedoch wird sich das Kaufhaus Pfeiffer im Kontext der Pferdekultur als durchaus symptomatisch zeigen.
Der Ausgangsgedanke liest sich so: Der große Einfluss der amerikanischen auf die europäische Kultur schlägt sich auch in der Pferdekultur nieder. Die Bilder, die sich Menschen heute von Pferden und Reitern machen, sind nicht nur gespeist von den eigenen Erfahrungen oder dem Bewußtsein für die eigene Geschichte. Vielmehr spielen sich Mythen und Images in die Vorstellung, die allein über Medien wie Film, Fernsehen oder Werbung vermittelt werden.
Dazu zählt fraglos der nordamerikanische “Cowboy”. Dieser erlebte zwar seine Blütezeit in der recht kurzen Zeitspanne von 1860 – 1885, verkörpert aber einen der großen Mythen Amerikas. Sein Aussehen, das heute allgemein geläufig ist, verdankt er dem berühmten Buffalo Bill, der den Cowboy für seine Wild West Show im Erscheinungsbild Ende des 19. Jahrhunderts normierte und popularisierte. Neben den unverkennbaren Hut, das Halstuch und den Revolver traten lederne Reithosen, spitze Reitstiefel, Sporen … und nicht zuletzt ein Pferd.
Ab den 1930er-Jahren blühte das Cowboy-Image als Modeerscheinung auf. Über Filme und Bücher, aber auch über Fernsehserien wie “Fury” drangen die amerikanischen Bilder vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch in europäische Kinderzimmer. Gerade für die Sozialisation männlicher Jugendlicher spielte der amerikanische Reiter eine gewichtige Rolle.
An Fastnacht nun bot sich für Buben die Möglichkeit, in die Rolle eines Idols zuschlüpfen und sich als amerikanischen Helden – genauer natürlich: als zum Mythos inszenierten Filmhelden – auszustaffieren. An diesem Punkt nun setzte das Kaufhaus Pfeiffer an. Als “Fachgeschäft” für fastnächtliche Verkleidungen führte das Kaufhaus ohne Frage auch sämtliche Cowboy-Ware – Hüte, Kleidung, Handfeuerwaffen samt der ungefährlichen, aber lärmintensiven Munition.
So ließen sich im immensen Warensortiment des Kaufhauses leicht Objekte finden, die klar ins Themenfeld der Ausstellung “Ross-Kultur” gehören.
Damit schließt die abgebildete Vitrine im Eröffnungsraum der Ausstellung (im Haus Biehle am Dorfplatz) die komplexe Gedankenreihe.
Sowohl das Kaufhaus Pfeiffer als auch die Ausstellung “Ross-Kultur. Geschichten vom Pferd” sind zu den Museumsöffnugnszeiten für die Besucher zugänglich, so dass sich jeder “Cowboy” von der Richtigkeit der Ausführungen überzeugen kann …
Aktionstag Kaufhaus Pfeiffer
Am Sonntag, 25. April bietet das Freilichtmuseum einen besonderen Aktionstag rund um das “Kaufhaus Pfeiffer” mit vielerlei Vorführungen, Angeboten und Informationen im und um das Kaufhaus auf der Dorfplatz des Museumsdorfs. Auch die beiden Oldtimer-Autos, die das Freilichtmuseum in dieser Woche zum Kaufhaus dazu geschenkt bekommen hat, sind an diesem Tag (im Schafstall) zu sehen.
Mehr zum Aktionstag im Freilichtmuseum….
Kaufhaus im Fernsehen
Das “Kaufhaus Pfeiffer” aus Stetten am kalten Markt, das seit vergangenem Jahr in unserem Freilichtmuseum steht, hat seine einzigartige Geschichte ja um ein neues Kapitel ergänzt: Es bleibt der Nachwelt erhalten und kann besichtigt, ja es kann sogar wieder darin eingekauft werden.
Dadurch unterscheidet es sich sicherlich auch von den vielen Dorfläden, die allmählich verschwinden.
Die SWR-Redakteurin Ute Heers (Redaktion Kultur) hat den Film “Vom Leben und Sterben der Dorfläden” gedreht und dabei auch Zeitzeugen in Stetten am kalten Markt und im Kaufhaus im Freilichtmuseum interviewt.
Im Blick hat sie dabei vor allem zwei Dorfläden, die auf je eigene Weise ein neues Leben begonnen haben: das “Kaufhaus Pfeiffer” durch die Umsetzung und Neueröffnung im Freilichtmuseum und das “Genossenschaftslädele” in Schienen am Bodensee, wo die Menschen im Ort selbst das “Heft des Handelns” in die Hand genommen haben.
Der Film läuft am Samstag, 24. April von 18.15 – 18.45 im Südwestfernsehen Baden-Württemberg (Landesschau unterwegs). Wiederholung am Montag, 26. April um 8.30 Uhr.
Mehr zur Geschichte des Kaufhauses im Freilichtmuseum
Mehr zur Landesschau unterwegs
Museumsladen geöffnet
Am Samstag, 3. April öffnet das Freilichtmuseum wieder seine Pforten.
Ab 10 Uhr ist das historische Ladengebäude im Kaufhaus Pfeiffer zur Besichtigung geöffnet.
Im Kaufhaus Pfeiffer befindet sich auch der neue Museumsladen. Dort können Besucher während des Museumsbesuchs nach Herzenslust einkaufen…
Der Museumsladen im Kaufhaus Pfeiffer ist werktags von 11 – 17 Uhr und sonn- und feiertags von 11 – 18 Uhr geöffnet.
Unsere freundliche Verkäuferin im Laden freut sich über jeden netten Besuch!
Es geht bald wieder los!
Am 3. April startet das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck in seine neue Museumssaison. Dann öffnet auch wieder das Kaufhaus Pfeiffer.
Derzeit werden die Gebäude wieder eingerichtet und für unsere Besucher vorbereitet. Auch das große Warensortiment im historischen Laden wird herausgeputzt, damit die Augen der kleinen und großen Besucher beim Staunen in diesem einmaligen Dorf-Kaufhaus wieder leuchten können wie nach der Eröffnung im letzten Herbst.
Es gibt noch viel zu Entdecken!
Mehr zu den neuen Angeboten im Freilichtmuseum







