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Was machen die denn im Winter?
So buchstabiert sich die berühmte und oft wiederkehrende Frage, die sich Besucher von Freilichtmuseen spätestens zum Beginn der Winterpause der entsprechenden Häuser stellen; und der eine oder andere angesprochene Museumsmitarbeiter ließ sich unter der Massivkonfrontation mit der Frage schon zu Nonsens-Antworten hinreißen, etwa zu dem Hinweis auf bärenbauähnliche Massenlager, die in einem verborgenen Museumswinkel einem belegschaftsübergreifenden Winterschlaf Raum bieten.
Eines aber ist klar: Wer im Museum schläft, der sündigt. Denn die Zeit verstreicht und hinterlässt Spuren, und sind dies Spuren des Verfalls, ist es aus Museumssicht zu spät.
Das gilt auch für ganz neue und frisch eingerichtete Objekte wie das Kaufhaus Pfeiffer. Und was vordergründig schön anzusehen ist und auch geschlossen und authentisch durchstrukturiert ist, offenbart beim Blick durch die Lupe Problemzonen. Das kann dann etwa folgendermaßen aussehen:
Auf einen Blick:
Was also machen die denn im Winter? Jetzt springt es ins Auge
Und so nimmt denn auch der Adventskalender für das Neue Kaufhaus-Pfeiffer-Jahr Gestalt an.
So gesehen ergeben sich elf neue Türchen und Fensterchen, die für die neue Saison im Kaufhaus Pfeiffer zu öffnen sind.
Elf, und dann ist noch lange nicht Weihnachten …
Kaufhaus Pfeiffer winterfest
Wie alle Gebäude im Freilichtmuseum muss auch des Kaufhaus Pfeiffer winterfest gemacht werden.
Das bedeutet, alle Gegenstände, die in irgendeiner Weise durch Klima oder Schädlinge Schaden nehmen könnten, müssen unter Bedingungen eingelagert werden, die den Erhalt gewährleisten. Die Mitarbeiter des Freilichtmuseums sind da besonders gefordert, gilt es doch Stück für Stück aus dem Originalgebäude zu entnehmen und ins Winterdepot zu überführen; dabei muss aber höchste Sorgfalt walten, damit alle Gegenstände den Umzug wohlbehalten überstehen und so natürlich auch um Frühling wieder an exakt den originalen Platz im Kaufhaus zurückfinden.
Erst wenn das Gebäude wirklich “leer steht”, darf es in den wohl verdienten, ersten Winterschlaf im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck eintreten. Vorher herrscht trotz Kälte und früher Dunkelheit noch emsige Geschäftigkeit im und um das Gebäude.
Die Fotografien zeigen die Museumsmanschaft beim Auszug aus dem Kaufhaus Pfeiffer.
Kaufhaus Pfeiffer by night
Nur vordergründig begibt sich das Projekt “Kaufhaus Pfeiffer” nun, nachdem das Freilichtmuseum seine Pforten geschlossen hat, in den Winterschlaf.
Das Kaufhaus verbirgt eine Vielzahl von Facetten und damit weit mehr, als bisher gezeigt werden konnte. Die Museumsmitarbeiter, die mit der weiteren Erforschung und Präsentation des Kaufhauses betraut sind – Wissenschaftler und Pädagogen -, werden deshalb die Winterszeit nützen, um das Gebäude bis Frühling 2010 um Neues und Interessantes zu erweitern.
Das Museumsgebäude selbst allerdings muß winterfest gemacht werden. So gesehen stimmt die Rede vom Winterschlaf doch.
Diese Stimmung andeutend zeigte sich das neueste Museumsgebäude schon in den letzten Öffnungstagen recht “romantisch” – nämlich nachts.
Mehr als ein Kaufhaus …
Das Kaufhaus Pfeiffer ist mehr als ein Kaufhaus.
Diese Mitteilung mag nun zunächst niemanden in größeres Erstaunen zu versetzen. Was aber verbrigt sich denn genau hinter dem Wörtchen “mehr”?
Zunächst: Das Kaufhaus ist nicht etwa nur ein “Dorflädele” oder gar ein “Tante-Emma-Laden”. Es trägt den Namen “Kaufhaus” und verdient ihn auch. Darüber hinaus präsentiert sich das Kaufhaus im Freilichtmuseum nicht mit einer irgendwie zusammenkombinierten “schönen bunten Warenwelt”. Was die Besucher zu sehen bekommen, ist ein authentisch eingerichtetes Gebäude; das bedeutet, die Darstellung hält sich an die konkrete und nachweisbare Einrichtungsituation des letzten Bewohners und Betreibers Franz Pfeiffer.
Das Kaufhaus Pfeiffer erzählt also eine tatsächliche historische Geschichte – die Geschichte des historischen Kaufhauses selbst, aber eben auch die des gesamten Gebäudes, seiner ehemaligen Bewohner und auch der Menschen, die im Kaufhaus eingekauft haben.
Es sind somit viele Geschichten, die der Besucher in allen Winkeln dieses großen Gebäudes herauslesen kann. Geschichten, die sich ergänzen und gegenseitig vertiefen, aber auch solche, die vermeintlich weit entfernte Aspekte ins Spiel bringen und so dem ganzen Erlebnis neue Dimensionen hinzufügen. Oft sind es fast mikroskopisch kleine Details in der sonstigen Überfülle, die bei einer Betrachtung aus der ihnen eigenen Perspektive enorm Interessantes eröffnen.
So beispielsweise die Werbung, die in großer Zahl und vielfältigen Ausdrucksformen im Kaufhaus Pfeiffer zu finden ist.
Oder: Was mögen das für Geschäfte gewesen sein, die über diesen Schreibtisch abgewickelt wurden?
Oder: Was mögen das für Geschichten sein, die aus den persönlichen Dingen, Überbleibseln, Alltagsresten sprechen …
Oder: Wie mögen die Kleider ausgesehen haben, die auf dieser Theke geschneidert wurden?
Wir werden in der folgenden Zeit hier immer wieder Objekt herausgreifen, um so die (in jedem Wortsinn) außergewöhnlichen Aspekte zu beleuchten, die das Kaufhaus Pfeiffer verborgen hält.
Es empfiehlt sich also, hier immer einmal wieder vorbeizuschauen … und natürlich im Kaufhaus Pfeiffer selbst.
Heute frische Mieder!
So oder so ähnlich, könnten wir das tagtäglich mit “neuen” Angeboten verkünden. Es gibt so viele Waren, soooo viel zu bestaunen… Und, zugegeben, auch wenn die Mieder nicht mehr ganz frisch sind – sie stammen tatsächlich auch aus älteren Zeiten, wie praktisch alles im historischen Laden im Kaufhaus Pfeiffer, und wenn man sie auch leider nicht kaufen kann (!) – aber es sind erstens eine ganze Menge historischer Miederwaren und zweitens sind sie einfach täglich auf neue sehenswert. Kleiner Trost: Im neuen Museumsladen gleich nebenan, gibt’s zwar keine Mieder zu kaufen, doch dafür doch viele andere Sachen aus dem Freilichtmuseum, auch frische…
Übrigens weitere Infos zum Kaufhaus Pfeiffer auch hier
Noch 5 Wochen – der Countdown läuft…
Wieder sind wir eine Woche weiter und die Zeit der Eröffnung des Kaufhauses rückt immer näher. Inszwischen abeiten wir auf Hochtouren, sind dabei das Einrichtungs-Konzept umzusetzen. Mittlerweile sind auch alle Kartons, Kisten und andere Einzelteile sowie Dekorationsgegenstände im Kaufhaus Pfeiffer eingetroffen und warten dort darauf ausgepackt zu werden.
Viele Themen birgt dieses Kaufhaus, so gehören nicht nur Ladengeschichte, sondern auch Baugeschichte und Familiengeschichte sowie die Vita von Kaufmann Franz Pfeiffer ganz eng zum Gebäude. Es ist sehr spannend, diese Zeit begleiten zu können und auch immer wieder, auch jetzt, auf neue Aspekte des Hauses, des Kaufhauses und seiner Geschichte zu stossen – wir freuen uns schon, all dieses und noch mehr Ihnen bald präsentieren zu können!
- Die Regale sind noch leer…
- …der Laden ist noch ohne Einrichtung.
- Die Kartons stehen schon bereit…
- …und warten darauf…
- …ausgepackt zu werden.
Noch 6 Wochen – der Countdown läuft…
So langsam ist der Zeitpunkt erreicht - die Mitarbeiter der Firma Jako sind mit ihren Arbeiten zum Ende gekommen. Nun heißt es also: Bühne frei für die Einrichtung und Bestückung des Kaufhaus´Pfeiffer.
Schon verschiedene Kartons mit Objekten wurden ins Gebäude geschafft, die übrigen Exponate folgen in nächster Zeit. Jetzt stehen noch einige wissenschaftliche und didaktische Überlegungen an, der Einkaufswelt von Franz Pfeiffer Authentizität zu verleihen, bis dann im September die Türen weit aufgeschlossen werden können… – wir freuen uns auf Sie!
Noch 7 Wochen – der Countdown läuft…
So langsam neigen sich die Bauarbeiten jetzt dem Ende zu, diese Woche wurden noch verschiedene Maßnahmen abgeschlossen und Details eingebaut bzw. angebracht. Letzte Aufräumarbeiten sind noch zu machen, die Planungen und Vorbereitungen für die Einrichtung sind bereits angelaufen. Erste Kartons mit Exponaten wurden schon gesichtet und warten darauf, ausgepackt zu werden. Bald können Einblicke in die Einkaufswelt von Franz Pfeiffer gezeigt werden!
- Die Regale warten auf die vielen Waren von Franz Pfeiffer – Wolle, Kurzwaren und Kleidung gehören dazu…
- …die Regale sind fertig eingebaut, jetzt kommen noch die Schuladen hinzu und Regalbretter, dann kann es mit dem Bestücken losgehen!
- …hier fehlt noch der Ofen, der im Kaufhaus stand und für etwas Wärme sorgte…
Noch 8 Wochen – der Countdown läuft…
Mit Hochdruck arbeiten die Mitarbeiter der Firma Jacko an den letzten Maßnahmen und an der Fertigstellung des Kaufhauses Pfeiffer. Deutlich kann man die Fortschritte der letzten Wochen sehen, der Bauzaun am Gebäude ist in der Zwischenzeit abgebaut, der Treppenaufgang mit dem historischen Geländer wieder angebracht und mittlerweile kann man auch schon den ein oder anderen Blick in das Innere des Kaufhauses bzw. in die noch nicht bestückten Schaufenster werfen. Insgesamt präsentiert sich das Gebäude von vorne und von hinten wieder wie zu seinen besten Zeiten – das Gebäude wurde wunderbar in das Gelände eingepaßt und seinem vorherigen Standort entsprechend plaziert. Letzte Einbaumaßnahmen werden getroffen und erste Einrichtungsgegenstände finden ihren Platz. So sind wir gerade dabei das ehemalige Büro – das sogenannte Kontor – des Kaufmanns Franz Pfeiffer wieder einzurichten. Sehr markant ist hier der schmucke Kachelofen und auf florierende Zeiten des für damalige Zeiten repräsentativen “Kaufhauses” weist auch der massive Kassenschrank hin. So langsam nimmt die Sache Gestalt an…………. – lassen Sie sich überraschen!
- Bereits die Schaufenster warten darauf, mit Waren ausgelegt zu werden…
- freie Sicht auf das Kaufhaus, das bald seine Pforten für die Besucher öffnet…
- … …und hier der angekündigte Einblick ins Büro, das sogenannte “Kontor” des Kaufhauses Pfeiffer. So langsam geht es mit dem Einrichten los!
- ……selbst die Rückseite ist sehenswert, sind hier die baulichen Veränderungen über die Jahre gut sichtbar…
Noch 10 Wochen – der Countdown läuft…
Wieder haben wir Neues vom Kaufhaus Pfeiffer zu berichten: Vor und hinter den Kulissen wird eifrig an der Fertigstellung des Gebäudes gearbeitet. Im historischen Laden sind mittlerweile die Regale und Einbauten befestigt, sämtliche Vitrinen aufgestellt und die Schaufenster warten darauf, dekoriert zu werden. Genau dies ist die Arbeit hinter den Kulissen, nämlich die Waren herzurichten für die Bestückung der Regale und Auslagen, die Bandbreite der Verkaufsgegenstände zu sichten. Es ist ein wahres Schlaraffenland, was allein an Kinderspielzeug im Bestand des Kaufhauses Pfeiffer ist…lassen Sie sich überraschen!

Das Kaufhaus nimmt Gestalt an...

...die Einbauten haben so langsam ihren Platz wieder gefunden...

...die Mittel-Vitrine steht schon, jetzt fehlen nur noch die Theken...

...letzte Gipser- und Malerarbeiten stehen noch an und dann kann das Einrichten demnächst losgehen!







































