Freilichtmuseum Neuhausen

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Frontansicht

Sehen Sie die Bannergrafik unseres Blogs oben? Wie der Designer das Kaufhaus Pfeiffer ausgeschnitten hat – damals noch am Ursprungsort in Stetten am kalten Markt fotografiert – und über dem Museumsgelände schweben läßt? Heute stelle ich hier ein Bild rein, wie diese Prognose in die Realität umgesetzt wurde. Sieht doch genauso aus, oder?

Pfeiffer und Schule August 2009

Ok, der Fotoapparat war zu klein, es hat nicht alles draufgepasst. Deshalb hier noch zusätzlich ein Foto mit der gesamten Fronansicht des Kaufhauses:

Frontansicht August 2009

Der Dorfplatz hat sich verändert

So sieht das Kaufhaus Pfeiffer im Freilichtmuseum nun aus. Nachdem der meiste Schnee fast ganz verschwunden ist (hoffentlich endgültig!), zeigt sich allmählich, wie das “neue” mächtige Gebäude den Dorfplatz im Museum verändert. Noch sieht alles sehr nach Baustelle aus, aber Stück für Stück erhält das Haus an seinem neuen Platz sein “Gesicht” und damit auch unser Albdorf mit seinem Dorfplatz…

So sieht es derzeit aus …

Trotz der winterlichen Temperaturen ging es in den letzten Tagen kontinuierlich weiter. Die Männer der Firma Jako-Baudenkmalpflege trotzen der Kälte und treiben den Aufbau kontinuierlich und in einer bewunderswerten Professionalität voran ….

Das Dach ist fertig (fast)

Heute gewinnt der Betrachter schon ein recht vollständiges Bild des Kaufhauses, so wie es in seiner vollen Größe einmal den Dorfplatz zieren wird. Die Überschrift übertreibt natürlich schamlos, das Dach ist noch nicht eingedeckt. Die schützende Folie lässt aber das fertige Haus vor unserem Auge erstehen. Die ersten beiden Fotografien werfen einen Blick von außen auf das Gebäude. Bei dem zweiten Bild sind im Vordergrund übrigens die über lange Zeit so nützlichen Schutzdächer zu sehen. Die sind nun überflüssig.

Dach 1.12.2008Dach 1.12.2008

Die nachfolgenden Bilder fangen die momentan Atmosphäre im ersten und zweiten Dachgeschoss ein. Wohnlich ist es zwar noch nicht gerade. Aber dicht, und das ist derzeit die Hauptsache.

Dach 1.12.2008Dach 1.12.2008

Das große Treppenhaus, das sich hinter dem Gebäude findet, steht natürlich mittlerweile auch. Die Treppen sind voll benutztbar. Diese Feststellung mag zwar etwas einfältig daherkommen, es ist jedoch schon ein erhebendes Gefühl, sich durch das Gebäude auf  “normalen” Wegen zu bewegen. Kaum fassbar, wie schnell das Kaufhaus Pfeiffer im Museum Form annahm.

Treppenhaus 1.12.2008Treppenhaus 1.12.2008

Von der Einrichtung gibt es fraglos noch gar nichts zu sehen. Mit etwas Fantasie jedoch lässt sich in einigen Räumen deren späteteres Aussehen erahnen. Besonders leicht zugänglich für solche Visionen sind natürlich die beiden Verkaufsräume. Das erste Bild zeigt den Raum des historischen “Kaufhauses”, das zweite den Standort des modernen Museumsladens.

Kaufhaus 1.12.2008Museumsladen

Wenn die Nacht am tiefsten …

Es ist Winter. Die Feststellung wird die Leserschaft dieses Blog kaum irritieren. Doch was bedeutet dieses Tatsache für die Baustelle “Kaufhaus Pfeiffer” im Freilichtmuseum, konkret: was bedeutet sie für die Bauarbeiter, die das Vergnügen haben, hier derzeit zu arbeiten?

Natürlich ist es kalt. Soukalt,  wie sich der Schwabe angesichts solcher Bedingungen auszudrücken pflegt. Wer es gerne etwas präziser hätte: Die Arbeiten beginnen bei Minusgraden (bisweilen zweistellig!) und enden bei Minusgraden. Im besten Falle klettert das Quecksilber tagsüber in positive Regionen. Ganz wichtig ist dies, wenn betoniert werden soll. Die Experten werfen als Grenzwert Zahlen zwischen plus 3 bis 5 Grad Celius aus.

“Mach, suscht kommed mir i d Naacht nei!”  Dieser alte schwäbische Ausspruch darf momentan für die Männer von JaKo Baudenkmalpflege keine Rolle spielen. Gearbeitet wird nämlich in den Abend hinein, sprich, “i d Naacht nei”. Respekt!

Wenn man sich das vorzustellen hat, domentieren eindrucksvoll die folgenden Bilder.

Nacht 1Nacht 2Nacht 3Nacht 3

Nächste Bauphase

Mittlerweile haben die Arbeiten am Dachgeschoss begonnen. Die Baustelle liegt fast auf 800 Metern Höhe. Es nimmt also kaum Wunder, wenn zwischenzeitlich eine geschlossene Schneedecke über dem Museum liegt. Zum Glück zeigt sich die Witterung aber soweit entspannt, dass die Arbeit nicht zum Erliegen kommt.

Die ersten Bilder zeigen die Baufortschritte vom 25. November 2008.

Dach 25.11.2008Dach 25.11.2008Dach 25.11.2008Dach 25.11.2008

Die nächsten drei Bilder dokumentieren (fast) das Ende dieses Bauabschnitts. Sie wurden am 28. November 2008 aufgenommen.

Dach 28.11.2008Dach 28.11.2008Dach 28.11.2008

Zwischenphase

Kaum zwei Wochen her – und doch schon Vergangenheit. Der mittlere Bauabschnitt, bei dem das erste Obergeschoss aufgesetzt wurde, konnte noch in herbstlicher Atmosphäre  stattfinden – soll heißen, zeitenweise zwar schmuddelig, aber immerhin ohne Schnee.

Die ersten Bilder stammen vom 13. November 2008.

1. OG 13.11.20081.OG 13.11.20081.OG 13.11.20081. OG 13.11.2008

Die folgenden Bilder sind am 17. November 2008 entstanden. Sie zeigen vor allem die ausgeklügelten Notdachkonstruktionen, mit denen die Baustelle problemlos und sicher wetterfest gemacht kann. Vereinfacht gesprochen lassen sich die Fachwerkelemente an den Kran hängen und punktgenau auf dem jeweiligen Bauabschnitt absetzten. So sind die originalen Wandteile, die schon in das Gebäude integriert sind, nicht mehr Wind und Wetter ausgesetzt.

1. OG 17.11.20081. OG 17.11.20081. OG 17.11.20081. OG 17.11.2008

Nebenbei bemerkt, die Wege im Museum werden in diesen Tage nicht unbedingt besser.

Raumgefühl, die zweite

Hier noch drei fotographische Impressionen als Ergänzung zum Beitrag „Raumgefühl“, die anschaulich den Fortschritt des Bauprojektes dokumentieren.

Räume1raume3.jpgRäume2

Große und kleine Teile

Immer wieder ist von „Ganzteilversetzung“ die Rede, wenn es um die Translozierung des Kaufhauses Pfeiffer geht. Stark vereinfachend gesagt wurden ganze Wände und Wandteile aus dem bestehenden Gebäude am Ursprungsort „herausgeschnitten“, die dann als „Ganzteile“ im Museum in das Gebäude wieder eingesetzt werden.
Nicht alle Bestandteile können aber auf diese Weise verarbeitet werden. Es gibt kleinere Einzelteile, die dem Originalgebäude entnommen werden mussten. Um zu gewährleisten, dass solche Bauelemente nachher auch eindeutig ihrem authentischen Ort wieder zuordnet werden können, mussten sie – noch unverrückt – mit einer Nummer versehen werden.
einzelteile5.jpg

Jedes der solchermaßen gekennzeichneten Bauteile sind absolut eindeutig im Bauplan verzeichnet; sie haben, wenn man so will, eine unverwechselbare „Adresse“ in der Gebäudestruktur. Nur so kann ein authentisches Gesamtbild des nachmaligen Museumsgebäudes gewährleistet werden.

einzelteile1.jpgeinzelteile4.jpgeinzelteile2.jpg

Natürlich sind auch die Ganzteile unmissverständlich markiert.

einzelteile3.jpg

Raumgefühl

Der erste Schnee ist mittlerweile wieder abgetaut. Die aktuelle Wetterlage kommt dem Projekt „Kaufhaus Pfeiffer“ zum Glück entgegen. Die Wiederaufbauarbeiten laufen auf Hochtouren.
Das Erdgeschoss – oder ist es schon des 1. Obergeschoss – nimmt vor den Augen des Betrachters deutlich Formen an. Die meisten der Wandteile dieses Geschosses finden sich bereits an ihrem Platz; auch wenn die Wände noch verpackt sind, entsteht doch schon ein regelrechtes Gefühl für die künftigen Räume.
Dem Blick aus dem Haus Biehle stellt sich das Kaufhaus Pfeiffer derzeit so dar, wie es auf dem nachstehenden Bild zu sehen ist. Eines muss man sich dazu denken: Auf die jetzige Oberkante kommen nochmals um die 6 Meter an Höhe dazu, wenn das Gebäude einmal seine volle Größe erreicht hat.

Blick aus dem Haus Biehle
Der am Stück versetzte Gewölbekeller war das erste historische Bausegment, das versetzt wurde. Das Bild zeigt den Abstieg und den Eingang.

Gewölbekeller
Man traut nach wie vor seinen Augen kaum, wenn man ganze Wände durch die Luft fliegen sieht, und die dann auch noch heil ankommen und weiter bearbeitet werden können. „Alleine stehen“ können die Großfragmente allerdings noch nicht. Sie müssen von Streben gehalten werden.

Wand am KranArbeit an einer WandVerstrebung
Der künftige Raum des historischen Kaufhauses Pfeiffer – seine Dimension ist schon spürbar. Momentan ist der traditionelle Verkaufsraum zum Dorfplatz hin offen. Er wird bald durch die beiden großen Schaufenster geschlossen werden.

Verkaufsraum 1 Verkaufsraum 2Verkaufsraum 3

Die folgenden beiden Bilder zeigen Kontor und Hauseingang. Der Hausgang ist noch nicht zu erkennen, da die Zwischenwand noch fehlt. Auf dem zweiten Bild in der Wand rechts lässt sich übrigens die Tür erahnen, durch die die Besucher einmal den modernen Museumsladen betreten werden.

Kontor Hausgang

Ein kleiner Abort wartet zur Zeit noch auf dem Dorfplatz darauf, dass er an seinem ursprünglichen Ort im Haus integriert wird. Lange wird er hier nicht mehr stehn …

Abort