Liederbüchle und Notenhefte im Angebot
Wenn am kommenden Sonntag, 5. September der 14. Volksmusiktag Baden-Württemberg im Freilichtmuseum stattfindet und sich fast 30 Volksmusikgruppen aus dem ganzen Land im Museumsdorf einfinden, dann kommen sicherlich auch wieder mehrere Tausend Freunde der traditionellen Volksmusik ins Freilichtmuseum.
Wer sich dann für die dabei gesungenen und gespielten alten Lieder interessiert, der findet im “Museumslädele” im Kaufhaus Pfeiffer ein größere Auswahl an Liederbüchle und Notenhefte, die sicherlich auch bei anderer Gelegenheit beim Spielen oder Singen von Nutzen sind … Vieles kann man getrost auch “freihändig” mitsingen …
Ganz neu erschienen ist zum “Volksmusiktag” ein Notenheft “Tanzbodenmusik für Steirische Harmonika”. Darin finden Sie 20 Tanzbodenweisen nach alten Handschriften.
Eis zum Fuhrmannstag
Am Sonntag verheißt nicht nur die Wettervorhersage eine heiße Veranstaltung, auch die Teilnehmerliste lässt einen heißen Fuhrmannstag im Freilichtmuseum erwarten. Die Fuhrmänner und Fuhrfrauen versprechen wieder spannende Wettkämpfe und außergewöhnliche Vorführungen mit ihren mächtigen Kaltblütern.
Im “Museumslädele” im Kaufhaus Pfeiffer gibt es Eis für die heißen Tage oder auch kühle Getränke zum Abkühlen und irgendwo findet sich zwischendurch im Freilichtmuseum immer ein schattiges Plätzchen …
“Ross-Kultur” und Kaufhaus Pfeiffer
Was verbindet die aktuelle Saisonausstellung “Ross-Kultur” und das Kaufhaus Pfeiffer – von der räumlichen Nachbarschaft am Dorfplatz im Freilichtmuseum einmal abgesehen?
Auf den ersten Blick scheint es keine inhaltlichte Verbindungslinie geben, die in der Lage wäre, die Waren-, die Haus- oder die Bewohnergeschichte des Kaufhauses Pfeiffer mit der Pferdekultur zusammenzubringen. In der Tat muss sich erst ein Gedanke an den nächsten reihen, bis die endgültige Linie gefunden ist. Auf dem Hintergrund dieser Herleitung jedoch wird sich das Kaufhaus Pfeiffer im Kontext der Pferdekultur als durchaus symptomatisch zeigen.
Der Ausgangsgedanke liest sich so: Der große Einfluss der amerikanischen auf die europäische Kultur schlägt sich auch in der Pferdekultur nieder. Die Bilder, die sich Menschen heute von Pferden und Reitern machen, sind nicht nur gespeist von den eigenen Erfahrungen oder dem Bewußtsein für die eigene Geschichte. Vielmehr spielen sich Mythen und Images in die Vorstellung, die allein über Medien wie Film, Fernsehen oder Werbung vermittelt werden.
Dazu zählt fraglos der nordamerikanische “Cowboy”. Dieser erlebte zwar seine Blütezeit in der recht kurzen Zeitspanne von 1860 – 1885, verkörpert aber einen der großen Mythen Amerikas. Sein Aussehen, das heute allgemein geläufig ist, verdankt er dem berühmten Buffalo Bill, der den Cowboy für seine Wild West Show im Erscheinungsbild Ende des 19. Jahrhunderts normierte und popularisierte. Neben den unverkennbaren Hut, das Halstuch und den Revolver traten lederne Reithosen, spitze Reitstiefel, Sporen … und nicht zuletzt ein Pferd.
Ab den 1930er-Jahren blühte das Cowboy-Image als Modeerscheinung auf. Über Filme und Bücher, aber auch über Fernsehserien wie “Fury” drangen die amerikanischen Bilder vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch in europäische Kinderzimmer. Gerade für die Sozialisation männlicher Jugendlicher spielte der amerikanische Reiter eine gewichtige Rolle.
An Fastnacht nun bot sich für Buben die Möglichkeit, in die Rolle eines Idols zuschlüpfen und sich als amerikanischen Helden – genauer natürlich: als zum Mythos inszenierten Filmhelden – auszustaffieren. An diesem Punkt nun setzte das Kaufhaus Pfeiffer an. Als “Fachgeschäft” für fastnächtliche Verkleidungen führte das Kaufhaus ohne Frage auch sämtliche Cowboy-Ware – Hüte, Kleidung, Handfeuerwaffen samt der ungefährlichen, aber lärmintensiven Munition.
So ließen sich im immensen Warensortiment des Kaufhauses leicht Objekte finden, die klar ins Themenfeld der Ausstellung “Ross-Kultur” gehören.
Damit schließt die abgebildete Vitrine im Eröffnungsraum der Ausstellung (im Haus Biehle am Dorfplatz) die komplexe Gedankenreihe.
Sowohl das Kaufhaus Pfeiffer als auch die Ausstellung “Ross-Kultur. Geschichten vom Pferd” sind zu den Museumsöffnugnszeiten für die Besucher zugänglich, so dass sich jeder “Cowboy” von der Richtigkeit der Ausführungen überzeugen kann …
Pferdeartikel?
… oder Pferdebedarf gibt es im historischen Kaufhaus Pfeiffer im Freilichtmuseum wohl weniger, am ehesten noch Fastnachtsartikel für kleine Cowboys…
Wer sich aber für Pferde interessiert, dem sei die neue Sonderausstellung “Ross-Kultur. Geschichten vom Pferd” im Freilichtmuseum, gleich nebenan im “Bauernhaus Biehle” ans Herz gelegt. Hier werden viele Fragen rund um das Verhältnis von Mensch und Pferd beantwortet, und das nicht nur für kleine und große Pferdenarren…
Mehr zur Ausstellung “Ross-Kultur” im Freilichtmuseum…

Kaufhaus-Bummel
Wir bieten ab 1. Mai nun jeden Freitagnachmittag um 15 Uhr eine Sonderführung durch das Kaufhaus Pfeiffer im Freilichtmuseum für unsere Museumsgäste.
Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Es reicht, wenn Sie sich bei Ihrer Ankunft oder im Laufe Ihres Besuchs rechtzeitig vor beginn der Führung an der Museumskasse melden.
Die Teilnahme an der Sonderführung kostet einen kleinen Unkostenbeitrag von 1,- EUR zum üblichen Museumseintritt.
Selbstverständlich können Gruppen auf Anmeldung auch jederzeit während üblichen Öffnungszeiten eine Sonderführung von unseren Museumsexperten erhalten (Infos dazu beim Info-Service des Freilichtmuseums unter Tel. 07461-926 3205).
Das “Kaufhaus Pfeiffer” kann natürlich täglich (außer montags) von 9 – 18 Uhr auch ohne Sonderführung besichtigt werden.
Der Museumsladen im “Kaufhaus Pfeiffer” ist in dieser Museumssaison täglich (außer montags) von 11 – 18 Uhr geöffnet.
Mehr zum “Kaufhaus Pfeiffer” im Freilichtmuseum…
Kaufhaus im Fernsehen
Das “Kaufhaus Pfeiffer” aus Stetten am kalten Markt, das seit vergangenem Jahr in unserem Freilichtmuseum steht, hat seine einzigartige Geschichte ja um ein neues Kapitel ergänzt: Es bleibt der Nachwelt erhalten und kann besichtigt, ja es kann sogar wieder darin eingekauft werden.
Dadurch unterscheidet es sich sicherlich auch von den vielen Dorfläden, die allmählich verschwinden.
Die SWR-Redakteurin Ute Heers (Redaktion Kultur) hat den Film “Vom Leben und Sterben der Dorfläden” gedreht und dabei auch Zeitzeugen in Stetten am kalten Markt und im Kaufhaus im Freilichtmuseum interviewt.
Im Blick hat sie dabei vor allem zwei Dorfläden, die auf je eigene Weise ein neues Leben begonnen haben: das “Kaufhaus Pfeiffer” durch die Umsetzung und Neueröffnung im Freilichtmuseum und das “Genossenschaftslädele” in Schienen am Bodensee, wo die Menschen im Ort selbst das “Heft des Handelns” in die Hand genommen haben.
Der Film läuft am Samstag, 24. April von 18.15 – 18.45 im Südwestfernsehen Baden-Württemberg (Landesschau unterwegs). Wiederholung am Montag, 26. April um 8.30 Uhr.
Mehr zur Geschichte des Kaufhauses im Freilichtmuseum
Mehr zur Landesschau unterwegs
Museumsladen geöffnet
Am Samstag, 3. April öffnet das Freilichtmuseum wieder seine Pforten.
Ab 10 Uhr ist das historische Ladengebäude im Kaufhaus Pfeiffer zur Besichtigung geöffnet.
Im Kaufhaus Pfeiffer befindet sich auch der neue Museumsladen. Dort können Besucher während des Museumsbesuchs nach Herzenslust einkaufen…
Der Museumsladen im Kaufhaus Pfeiffer ist werktags von 11 – 17 Uhr und sonn- und feiertags von 11 – 18 Uhr geöffnet.
Unsere freundliche Verkäuferin im Laden freut sich über jeden netten Besuch!
Tägliche Sonderführungen
Am 3. April öffnet das Freilichtmuseum wieder. Dann bieten wir täglich (auch am Oster- und Pfingstmontag) um 14 Uhr Sonderführungen für alle interessierten Besucherinnen und Besucher des Freilichtmuseums.
Es braucht keine Voranmeldung, einfach nur das Museum besuchen und an der Museumskasse Bescheid geben, dass Sie gerne bei der Sonderführung mitgehen wollen.
Gegen einen kleinen Unkostenbeitrag von 1,- EUR wird Sie eine freundliche und kompetente Museumsführerin oder ein ebenso freundlicher und komptenter Museumsführer um 14 Uhr am Eingang auf eine Zeitreise durch das “Kaufhaus Pfeiffer” mitnehmen.
Selbstverständlich können Sie auch jederzeit während der üblichen Öffnungszeiten auf Anmeldung eine Sonderführung für Ihre Gruppe erhalten.
Unser Info-Service-Team berät Sie gerne: Tel. +49 (0)7461/926-3205.
Sollten Sie eine exklusive Führung außerhalb der üblichen Öffnungszeiten wünschen, dann setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Auch so etwas versuchen wir für Sie möglich zu machen…
Ein Tipp: Im April ist an Werktagen vielleicht der Andrang im Freilichtmuseum noch nicht so groß…
Es geht bald wieder los!
Am 3. April startet das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck in seine neue Museumssaison. Dann öffnet auch wieder das Kaufhaus Pfeiffer.
Derzeit werden die Gebäude wieder eingerichtet und für unsere Besucher vorbereitet. Auch das große Warensortiment im historischen Laden wird herausgeputzt, damit die Augen der kleinen und großen Besucher beim Staunen in diesem einmaligen Dorf-Kaufhaus wieder leuchten können wie nach der Eröffnung im letzten Herbst.
Es gibt noch viel zu Entdecken!
Mehr zu den neuen Angeboten im Freilichtmuseum
Kaufhaus Pfeiffer winterfest
Wie alle Gebäude im Freilichtmuseum muss auch des Kaufhaus Pfeiffer winterfest gemacht werden.
Das bedeutet, alle Gegenstände, die in irgendeiner Weise durch Klima oder Schädlinge Schaden nehmen könnten, müssen unter Bedingungen eingelagert werden, die den Erhalt gewährleisten. Die Mitarbeiter des Freilichtmuseums sind da besonders gefordert, gilt es doch Stück für Stück aus dem Originalgebäude zu entnehmen und ins Winterdepot zu überführen; dabei muss aber höchste Sorgfalt walten, damit alle Gegenstände den Umzug wohlbehalten überstehen und so natürlich auch um Frühling wieder an exakt den originalen Platz im Kaufhaus zurückfinden.
Erst wenn das Gebäude wirklich “leer steht”, darf es in den wohl verdienten, ersten Winterschlaf im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck eintreten. Vorher herrscht trotz Kälte und früher Dunkelheit noch emsige Geschäftigkeit im und um das Gebäude.
Die Fotografien zeigen die Museumsmanschaft beim Auszug aus dem Kaufhaus Pfeiffer.






