Liederbüchle und Notenhefte im Angebot
Wenn am kommenden Sonntag, 5. September der 14. Volksmusiktag Baden-Württemberg im Freilichtmuseum stattfindet und sich fast 30 Volksmusikgruppen aus dem ganzen Land im Museumsdorf einfinden, dann kommen sicherlich auch wieder mehrere Tausend Freunde der traditionellen Volksmusik ins Freilichtmuseum.
Wer sich dann für die dabei gesungenen und gespielten alten Lieder interessiert, der findet im “Museumslädele” im Kaufhaus Pfeiffer ein größere Auswahl an Liederbüchle und Notenhefte, die sicherlich auch bei anderer Gelegenheit beim Spielen oder Singen von Nutzen sind … Vieles kann man getrost auch “freihändig” mitsingen …
Ganz neu erschienen ist zum “Volksmusiktag” ein Notenheft “Tanzbodenmusik für Steirische Harmonika”. Darin finden Sie 20 Tanzbodenweisen nach alten Handschriften.
Kaufhaus-Bummel
Wir bieten ab 1. Mai nun jeden Freitagnachmittag um 15 Uhr eine Sonderführung durch das Kaufhaus Pfeiffer im Freilichtmuseum für unsere Museumsgäste.
Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Es reicht, wenn Sie sich bei Ihrer Ankunft oder im Laufe Ihres Besuchs rechtzeitig vor beginn der Führung an der Museumskasse melden.
Die Teilnahme an der Sonderführung kostet einen kleinen Unkostenbeitrag von 1,- EUR zum üblichen Museumseintritt.
Selbstverständlich können Gruppen auf Anmeldung auch jederzeit während üblichen Öffnungszeiten eine Sonderführung von unseren Museumsexperten erhalten (Infos dazu beim Info-Service des Freilichtmuseums unter Tel. 07461-926 3205).
Das “Kaufhaus Pfeiffer” kann natürlich täglich (außer montags) von 9 – 18 Uhr auch ohne Sonderführung besichtigt werden.
Der Museumsladen im “Kaufhaus Pfeiffer” ist in dieser Museumssaison täglich (außer montags) von 11 – 18 Uhr geöffnet.
Mehr zum “Kaufhaus Pfeiffer” im Freilichtmuseum…
So sieht es derzeit aus …
Trotz der winterlichen Temperaturen ging es in den letzten Tagen kontinuierlich weiter. Die Männer der Firma Jako-Baudenkmalpflege trotzen der Kälte und treiben den Aufbau kontinuierlich und in einer bewunderswerten Professionalität voran ….
Dorfladen für das Museum
Mit dem Kaufhaus Pfeiffer kommt nicht nur eine kulturhistorisch einmalige Einrichtung ins Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck, das “neue” Gebäude wird auch zusätzlich ein “Museumslädele” beheimaten. Während der historische Laden des Kaufhauses Pfeiffer mit seiner Einrichtung von 1925 im rechten Teil des Gebäudes wieder ganz so wie in seinem Schlusszustand als Ausstellung eingerichtet werden wird, wird im linken Teil des Erdgeschosses ein Verkaufsladen eingebaut. Dort, wo ursprünglich die Stube und später Lagerraum war, wird sich das “Museumslädele” über die ganze Haustiefe hin erstrecken. In diesem Bereich wurden vor 1925, also bis zum großen Umbau des Gebäudes, auch schon Kolonialwaren verkauft und das schon mindestens seit 1859.
Der neue Verkaufsladen soll kein moderner Museumsshop sein, sondern im Stile eines alten Tante-Emma-Ladens eingerichtet werden. Da wird dann ein buntes, zum Museumsdorf passendes Sortiment angeboten werden, ganz so, wie man es früher auf dem Dorf in solchen Dorfläden bekommen konnte.
Was kann man sich da nicht alles vorstellen: Handwerkliche Produkte aus dem Museum, haltbare Lebensmittel, z. B. in Gläsern und Dosen, heimisches Obst, andere regionale Produkte, natürlich Bonbons in Gläsern und vielem anderes mehr… da schlagen nicht nur Kinderherzen höher…
Was würden Sie sich da als Angebot wünschen?
Löhlebempes – warum?
Der letzte Besitzer des Kaufhauses Pfeiffer, Franz Pfeiffer, war auf dem ganzen Heuberg nur als der “Löhlebempes” bekannt. “Wenn Du was brauchst und sonst nirgends findest, dann musst Du einfach zum ‘Löhlebempes’ nach Stetten gehen…”, so hieß es früher rund um Stetten am kalten Markt. Er selbst hat diesen Übernamen natürlich nicht gerne gehört, aber so ist das halt mit Übernamen…
Aber woher kommt dieser Übername? Es kursieren wohl einige Versionen, warum Franz Pfeiffer so genannt wurde. Fakt ist jedenfalls, dass um 1858 eine Agathe Sprißler das damalige “Wohnhaus mit Stall und Scheuer” in die Ehe mit einem Balthasar Löhle einbrachte. Letzterer hat also in das Haus eingeheiratet. Spätestens in der Zeit muss übrigens auch das “Kaufhaus Pfeiffer” erstmals eingerichtet worden sein.
1860 wird deren Sohn Jakob geboren. Aber bereits 1864 verlässt Balthasar Löhle seine Frau und wandert nach Amerika aus! Dort stirbt er im Jahr 1870 in Newark/USA.
Zwei Jahre später, 1872, heiratet Agathe Löhle, geb. Sprißler, den Kaufmann Friedrich Pfeiffer aus Stockach, den Großvater des letzten Besitzers Franz Pfeiffer.
Was gibt es für Geschichten um jenen außergewöhnliche Person Balthasar Löhle? Welche Legenden haben sich auch um ihn gerankt, dass der ledige und wohl sehr eigenwillige Franz Pfeiffer wohl in die Nähe dieses Vorjahren gerückt wurde? Nicht selten haben früher ja Nachfahren auch immer den “Hausnamen” verliehen bekommen… (s’Löhles Haus z. B.)
Und was ist der “Bempes”? Wohl ein kleiner, eher untersetzer Mann … Könnte ja passen…
Gewölbekeller am Stück
Das Kaufhaus Pfeiffer ist ja in Stetten am kalten Markt fast vollständig abgebaut. Es steht nur noch der alte Gewölbekeller an seinem alten Platz. Dieser wird aber nicht mehr allzu lange dort verbleiben, denn er wird im Juni dieses Jahres direkt ins Freilichtmuseum nach Neuhausen ob Eck versetzt, und zwar an einem Stück. Am 12./13. Juni 2008 wird der Gewölbekeller von der Firma JaKo-Baudenkmalpflege an einem Stück auf den Tieflader geladen und ins Freilichtmuseum transportiert. Dort wird er an seinem neuen Standort im Albdorf des Museums auf das Fundament gesetzt. Die Aktion wird der Höhepunkt unseres großen Festaktes zum 20-jährigen Jubiläum des Freilichtmuseums am 13. Juni sein.



